Nutzungsordnung der EDV-Einrichtung und des Internets an Schulen für Schülerinnen und Schüler des BSZ Neusäß

Stand: 28.01.2015

A. Allgemeines

Die EDV-Einrichtung der Schule und das Internet können als Lehr- und Lernmittel

genutzt werden. Dadurch ergeben sich vielfältige Möglichkeiten, pädagogisch

wertvolle Informationen abzurufen. Gleichzeitig besteht jedoch die Gefahr, dass

Schülerinnen und Schüler Zugriff auf Inhalte erlangen, die ihnen nicht zur Verfügung

stehen sollten. Weiterhin ermöglicht das Internet den Schülerinnen und Schülern,

eigene Inhalte weltweit zu verbreiten.

 

Das Berufliche Schulzentrum Neusäß gibt sich deshalb für die Benutzung von schulischen Computereinrichtungen mit Internetzugang die folgende Nutzungsordnung. Diese gilt für die Nutzung von Computern und des Internets durch Schülerinnen und Schüler im Rahmen des

Unterrichts, der Gremienarbeit sowie außerhalb des Unterrichts zu unterrichtlichen Zwecken. Auf eine rechnergestützte Schulverwaltung findet die Nutzungsordnung keine Anwendung.

Teil B der Nutzungsordnung gilt für jede Computer- und Internetnutzung, Teil C

ergänzt Teil B in Bezug auf die Nutzung des Internets außerhalb des Unterrichts zu

unterrichtlichen Zwecken.

 

B. Regeln für jede Nutzung

1. Schutz der Geräte                          

Die Bedienung der Hard- und Software hat entsprechend den vorhandenen

Instruktionen zu erfolgen. Störungen oder Schäden sind sofort der

aufsichtführenden Person zu melden. Wer schuldhaft Schäden verursacht, hat

diese zu ersetzen. Bei Schülerinnen und Schülern, die das 18. Lebensjahr noch

nicht vollendet haben, hängt die deliktische Verantwortlichkeit von der für die

Erkenntnis der Verantwortlichkeit erforderlichen Einsicht ab (§ 823 Abs. 3

Bürgerliches Gesetzbuch - BGB). Elektronische Geräte sind durch Schmutz und

Flüssigkeiten besonders gefährdet; deshalb sind während der Nutzung der

Schulcomputer Essen und Trinken verboten.

 

2. Anmeldung an den Computern

Der Anmeldevorgang an den Computern der Schule unterscheidet sich an den

einzelnen Schulen. Die Schule sollte hier das jeweilige Verfahren beschreiben.

Je nach der Situation an der Schule bieten sich beispielsweise folgende

Formulierungen an:

 

Die Nutzung der Computer und des Internets ist ohne individuelle

Authentifizierung möglich. Zur Nutzung bestimmter Dienste (z. B. Lernplattform)

ist eine Anmeldung mit Benutzernamen und Passwort erforderlich.

 

Nach Beendigung der Nutzung haben sich die Schülerin oder der Schüler am

PC bzw. beim benutzten Dienst abzumelden. Für Handlungen im Rahmen der

schulischen Internetnutzung sind die jeweiligen Schülerinnen und Schüler

verantwortlich. Das Passwort muss vertraulich behandelt werden. Das Arbeiten

unter einem fremden Passwort ist verboten. Wer vermutet, dass sein Passwort

anderen Personen bekannt geworden ist, ist verpflichtet, dieses zu ändern.

 

3. Eingriffe in die Hard- und Softwareinstallation

Veränderungen der Installation und Konfiguration der Arbeitsstationen und des

Netzwerks sowie Manipulationen an der Hardwareausstattung sind grundsätzlich

untersagt. Dies gilt nicht, wenn Veränderungen auf Anordnung des

Systembetreuers durchgeführt werden oder wenn temporäre Veränderungen im

Rahmen des Unterrichts explizit vorgesehen sind. Fremdgeräte (beispielsweise

Peripheriegeräte wie externe Datenspeicher oder persönliche Notebooks) dürfen

nur mit Zustimmung des Systembetreuers, einer Lehrkraft oder

aufsichtführenden Person am Computer oder an das Netzwerk angeschlossen

werden. Unnötiges Datenaufkommen durch Laden und Versenden großer

Dateien (etwa Filme) aus dem Internet ist zu vermeiden. Sollte ein Nutzer

unberechtigt größere Datenmengen in seinem Arbeitsbereich ablegen, ist die

Schule berechtigt, diese Daten zu löschen.

 

4. Verbotene Nutzungen

Die gesetzlichen Bestimmungen - insbesondere des Strafrechts, des

Urheberrechts und des Jugendschutzrechts - sind zu beachten. Es ist verboten,

pornographische, gewaltverherrlichende oder rassistische Inhalte aufzurufen

oder zu versenden. Werden solche Inhalte versehentlich aufgerufen, ist die

Anwendung zu schließen und der Aufsichtsperson Mitteilung zu machen.

Verboten ist beispielsweise auch die Nutzung von Online-Tauschbörsen.

 

5. Protokollierung des Datenverkehrs

Die Schule ist in Wahrnehmung ihrer Aufsichtspflicht berechtigt, den

Datenverkehr zu speichern und zu kontrollieren. Diese Daten werden in der

Regel nach einem Monat, spätestens jedoch nach einem halben Jahr gelöscht.

Dies gilt nicht, wenn Tatsachen den Verdacht eines schwerwiegenden

Missbrauches der schulischen Computer begründen. In diesem Fall sind die

personenbezogenen Daten bis zum Abschluss der Prüfungen und

Nachforschungen in diesem Zusammenhang zu speichern. Die Schulleiterin/der

Schuleiter oder von ihr/ihm beauftragte Personen werden von ihren

Einsichtsrechten nur stichprobenartig oder im Einzelfall in Fällen des Verdachts

von Missbrauch Gebrauch machen.

 

6. Nutzung von Informationen aus dem Internet

Die Nutzung der EDV-Einrichtung und des Internets ist nur im Unterricht und

außerhalb des Unterrichts zur unterrichtlichen Zwecken zulässig. Die Nutzung

der EDV-Einrichtung und des Internets zu privaten Zwecken ist nicht gestattet.

Als schulisch ist ein elektronischer Informationsaustausch anzusehen, der unter

Berücksichtigung seines Inhalts und des Adressatenkreises mit der schulischen

Arbeit im Zusammenhang steht. Das Herunterladen von Anwendungen ist nur

mit Einwilligung der Schule zulässig. Die Schule ist nicht für den Inhalt der über

ihren Zugang abrufbaren Angebote Dritter im Internet verantwortlich. Im Namen

der Schule dürfen weder Vertragsverhältnisse eingegangen noch ohne Erlaubnis

kostenpflichtige Dienste im Internet benutzt werden. Beim Herunterladen wie bei

der Weiterverarbeitung von Daten aus dem Internet sind insbesondere Urheberoder

Nutzungsrechte zu beachten.

 

7. Verbreiten von Informationen im Internet

Werden Informationen im bzw. über das Internet verbreitet, geschieht das unter

Beachtung der allgemein anerkannten Umgangsformen. Die Veröffentlichung

von Internetseiten der Schule bedarf der Genehmigung durch die Schulleitung.

Für fremde Inhalte ist insbesondere das Urheberrecht zu beachten. So dürfen

beispielsweise digitalisierte Texte, Bilder und andere Materialien nur mit

Zustimmung des Rechteinhabers auf eigenen Internetseiten verwandt oder über

das Internet verbreitet werden. Der Urheber ist zu nennen, wenn dieser es

wünscht. Das Recht am eigenen Bild ist zu beachten.

Daten von Schülerinnen und Schülern sowie Erziehungsberechtigten dürfen auf

den Internetseiten der Schule nur veröffentlicht werden, wenn die Betroffenen

wirksam eingewilligt haben. Bei Minderjährigen bis zur Vollendung des 14.

Lebensjahres ist dabei die Einwilligung der Erziehungsberechtigten, bei

Minderjährigen ab der Vollendung des 14. Lebensjahres deren Einwilligung und

die Einwilligung der Erziehungsberechtigten erforderlich. Die Einwilligung kann

widerrufen werden. In diesem Fall sind die Daten zu löschen. Für den Widerruf

der Einwilligung muss kein Grund angegeben werden. Die Schülerinnen und

Schüler werden auf die Gefahren hingewiesen, die mit der Verbreitung

persönlicher Daten im Internet einhergehen. Weiterhin wird auf einen

verantwortungsbewussten Umgang der Schülerinnen und Schüler mit

persönlichen Daten hingewirkt.

 

C. Ergänzende Regeln für die Nutzung außerhalb des Unterrichts zu

unterrichtlichen Zwecken

 

1. Nutzungsberechtigung

Außerhalb des Unterrichts kann in der Nutzungsordnung im Rahmen der

pädagogischen Arbeit ein Nutzungsrecht gewährt werden. Die Entscheidung

hierüber und auch, welche Dienste genutzt werden können, trifft die Schule

unter Beteiligung der schulischen Gremien. Wenn ein solches Nutzungsrecht

geschaffen wird, sind alle Nutzer über die einschlägigen Bestimmungen der

Nutzungsordnung zu unterrichten. Die Schülerinnen und Schüler, sowie im Falle

der Minderjährigkeit ihre Erziehungsberechtigten, versichern durch ihre

Unterschrift (hierzu „Erklärung“ - Anlage), dass sie diese Ordnung anerkennen.

 

2. Aufsichtspersonen

Die Schule hat eine weisungsberechtigte Aufsicht sicherzustellen, die im

Aufsichtsplan einzutragen ist. Dazu können neben Lehrkräften und sonstigen

Bediensteten der Schule auch Eltern eingesetzt werden. Charakterlich und

körperlich geeignete Schülerinnen und Schüler können als Ergänzung bei der

Erfüllung der Aufsichtspflicht eingesetzt werden. Diesbezüglich gilt es jedoch zu

beachten, dass der Einsatz von Eltern, sonstigen Dritten sowie Schülerinnen

und Schülern bei der Beaufsichtigung die Schulleitung und die beteiligten

Lehrkräfte nicht von ihrer Letztverantwortung für die Beaufsichtigung befreit.

Folglich muss die Tätigkeit der genannten Hilfskräfte in geeigneter Weise

überwacht werden.

 

D. Zuständigkeiten

 

1. Verantwortlichkeit der Schulleitung

Die Schulleitung ist dafür verantwortlich, eine Nutzungsordnung entsprechend

dem in der jeweiligen Schulordnung vorgesehenen Verfahren aufzustellen. Sie

hat den Systembetreuer, den Webmaster, die Lehrkräfte wie auch

aufsichtführende Personen über die Geltung der Nutzungsordnung zu

informieren. Insbesondere hat sie dafür zu sorgen, dass die Nutzungsordnung in

den Räumen der Schule, in denen eine Nutzung des Internets möglich ist,

angebracht wird. Folgerichtig ist die Nutzungsordnung auch an dem Ort, an dem

Bekanntmachungen der Schule üblicherweise erfolgen, anzubringen.

Die Schulleitung hat die Einhaltung der Nutzungsordnung stichprobenartig zu

überprüfen. Die Schulleitung ist ferner dafür verantwortlich, dass bei einer

Nutzung des Internets im Unterricht und außerhalb des Unterrichts zu

unterrichtlichen Zwecken eine ausreichende Aufsicht sichergestellt ist. Sie hat

diesbezügliche organisatorische Maßnahmen zu treffen. Des Weiteren ist die

Schulleitung dafür verantwortlich, über den Einsatz technischer Vorkehrungen

zu entscheiden. Die Schulleitung trägt die Verantwortung für die Schulhomepage.

 

2. Verantwortlichkeit des Systembetreuers

Der Systembetreuer hat in Abstimmung mit dem Lehrerkollegium, der

Schulleitung und dem Sachaufwandsträger über die Gestaltung und Nutzung der

schulischen IT-Infrastruktur zu entscheiden und regelt dazu die Details und

überprüft die Umsetzung:

 

-       Nutzung der schulischen IT-Infrastruktur (Zugang mit oder ohne individuelle

Authentifizierung, klassenbezogener Zugang, platzbezogener Zugang),

-       Nutzung persönlicher mobiler Endgeräte und Datenspeicher (beispielsweise

USB-Sticks) im Schulnetz,

-       Technische Vorkehrungen zur Absicherung des Internetzugangs (wie etwa

Firewallregeln, Webfilter, Protokollierung).

 

3. Verantwortlichkeit des Webmasters

Der Webmaster hat in Abstimmung mit dem Lehrerkollegium, der Schulleitung

und gegebenenfalls weiteren Vertretern der Schulgemeinschaft über die

Gestaltung und den Inhalt des schulischen Webauftritts zu entscheiden. Er regelt

dazu die Details und überprüft die Umsetzung.

Zu seinen Aufgaben gehören:

-       Auswahl eines geeigneten Webhosters in Abstimmung mit dem

Sachaufwandsträger,

-       Vergabe von Berechtigungen zur Veröffentlichung auf der schulischen

Homepage,

-       Überprüfung der datenschutzrechtlichen Vorgaben, insbesondere bei der

Veröffentlichung persönlicher Daten und Fotos,

-       Regelmäßige Überprüfung der Inhalte der schulischen Webseiten.

4. Verantwortlichkeit der Lehrkräfte

Die Lehrkräfte sind für die Beaufsichtigung der Schülerinnen und Schüler bei der

Nutzung der EDV-Einrichtung und des Internets im Unterricht und außerhalb des

Unterrichts zu unterrichtlichen Zwecken verantwortlich.

 

5. Verantwortlichkeit der aufsichtführenden Personen

Die aufsichtführenden Personen haben auf die Einhaltung der

Nutzungsordnungen durch die Schülerinnen und Schüler hinzuwirken.

 

6. Verantwortlichkeit der Nutzerinnen und Nutzer

Die Schülerinnen und Schüler haben das Internet verantwortungsbewusst zu

nutzen. Sie dürfen bei der Nutzung der EDV-Einrichtung und des Internets nicht

gegen gesetzliche Vorschriften verstoßen. Sie haben die Regelungen der

Nutzungsordnung einzuhalten.

 

E. Schlussvorschriften

Diese Nutzungsordnung ist Bestandteil der jeweils gültigen Hausordnung und tritt

am Tage nach ihrer Bekanntgabe durch Aushang in der Schule in Kraft. Einmal zu

jedem Schuljahresbeginn findet eine Nutzerbelehrung statt, die im Klassenbuch

protokolliert wird. Nutzer, die unbefugt Software von den Arbeitsstationen oder aus

dem Netz kopieren oder verbotene Inhalte nutzen, können strafrechtlich sowie

zivilrechtlich belangt werden. Zuwiderhandlungen gegen diese Nutzungsordnung

können neben dem Entzug der Nutzungsberechtigung schulordnungsrechtliche

Maßnahmen zur Folge haben.

 

Ergänzungen:

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